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Medienmitteilung / Bern, 24. März 2010
Schwerverkehrskontrollen: 4 Kontrollstunden für 1 Beanstandung!

 
ASTAG-Medienmitteilung (pdf)

Auf den Schweizer Strassen werden die Schwerverkehrskontrollen fortwährend intensiviert. Als Vorwand dient dabei die Verkehrssicherheit. Gemäss den letzten offiziellen Statistiken hat die Zahl der Beanstandungen jedoch abgenommen. In Tat und Wahrheit geht es den Behörden deshalb lediglich um möglichst hohe Einnahmen. Mit der Bussenjägerei soll offensichtlich die Staatskasse gefüllt werden – eine reine Schikane, zumal die Transportunternehmen ohnehin schon unter hohen Abgaben und unter der Wirtschaftskrise leiden! Handlungsbedarf besteht allenfalls im internationalen Transitverkehr.

In der Schweiz nehmen die Polizeikontrollen des Schwerverkehrs auf dem gesamten Strassennetz laufend zu. Dabei werden immer wieder zahlreiche Verstösse gegen verschiedenste Bestimmungen vermeldet. Angeblich aus Sicherheitsgründen gelte es deshalb, die Kontrollen weiter zu intensivieren. Bei einer genaueren Betrachtung der amtlichen Statistiken zeigt sich jedoch ein anderes Bild. Denn die Beanstandungen haben erstens nur deshalb zugenommen, weil der Schwerverkehr mehr kontrolliert wurde. Oder in Zahlen ausgedrückt: Der Bund hat insgesamt 161'096 Stunden zusätzlich für Kontrollen aufgewendet; dabei gab es 36'407 Beanstandungen oder nur gerade 1 Beanstandung alle 4 Stunden! Zweitens handelt es sich in den meisten Fällen um Bagatellvergehen, und drittens sind auch Mehrfachbeanstandungen (am gleichen Fahrzeug) mit eingerechnet.

Bussenjägerei unter dem Deckmäntelchen der Verkehrssicherheit

Selbstverständlich ist die ASTAG stets bestrebt, dass die Beanstandungsquote noch weiter sinkt. Im Rahmen des sehr gut besuchten Aus- und Weiterbildungsangebots wird dauernd ein aktiver Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit geleistet. Umgekehrt stellt sich jedoch die Frage, ob Aufwand und Ertrag bei den Kontrollen noch übereinstimmen, wenn nur jede vierte Kontrollstunde eine Beanstandung zu Tage fördert. Für die Hebung der Verkehrssicherheit gäbe es zweifellos sinnvollere Einsatzgebiete! Die Vermutung scheint deshalb nicht aus der Luft gegriffen, dass es hier vor allem um eine Schikaniererei des Schwerverkehrs sowie teilweise um Bussenjägerei geht. Der Schweizer Strassentransport, der ohnehin schon unter der höchsten Abgabenlast in ganz Europa leidet, soll offensichtlich Geld in die Kassen des Bundes spülen!



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