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Medienmitteilung / Bern, 25. Februar 2010
Rascher Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen!

Ausbau statt Stau: Die ASTAG fordert rasche Massnahmen bei der Verkehrsinfrastruktur.
 
Medienmitteilung (PDF)

Wie die kantonalen Bau- und Verkehrsdirektoren, Städte, Berggebiete und diverse andere Verbände des privaten und des öffentlichen Verkehrs stellt sich auch der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG gegen die viel zu tiefen Wachstumsvorgaben im Rahmen des Konsolidierungsprogramms des Bundes für den Verkehr. Das vorgelegte Konsolidierungsprogramm hätte gravierende Folgen für die Schweizer Wirtschaft, letztlich aber auch für alle anderen Verkehrsteilnehmenden und die Umwelt. Die ASTAG fordert vom Bund deshalb im Einklang mit der Allianz Verkehr die Erhöhung dieser Wachstumsvorgaben auf nominal 4 Prozent.

Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum führen gemäss einem heute veröffentlichten Pressecommuniqué der Allianz Verkehr alleine schon zu einem jährlichen Verkehrswachstum von rund 2 Prozent. Der Verkehrskollaps ist damit vorprogrammiert, wenn der Bundesrat nun bei den Infrastrukturinvestitionen erneut auf die Bremse steht. Die Verkehrsinfrastrukturen genügen den aktuellen und künftigen Anforderungen nicht mehr und müssen angepasst werden. “Das wäre ein echter Beitrag für den Umweltschutz, aber auch eine wirkungsvolle Wirtschaftsförderung“, ist ASTAG-Zentralpräsident Adrian Amstutz überzeugt.

Denn: Eine rasche Engpassbeseitigung löst nicht nur Investitionen aus; sie trägt auch zur Reduktion der Staus auf dem Strassennetz bei und sichert damit eine für das ganze Land äusserst wichtige Verkehrserschliessung. Die ASTAG unterstützt deshalb die Kantone und diverse andere Verbände, die vom den Verzicht auf Sparmassnahmen und stattdessen die Verankerung einer Wachstumsvorgabe für den Verkehr von nominal mindestens 4 Prozent fordern. Betroffen sind vor allem der Agglomerationsverkehr, aber auch bedeutende Bahnprojekte sowie die Basiserschliessung des Nationalstrassennetzes. „Und für den Strassentransport müssen endlich die notwendigen Mittel bereit gestellt werden, um die Ausstellplätze schweizweit auszubauen“, ist Amstutz überzeugt. Ein entsprechendes Konzept ist beim Bundesamt für Strassen (ASTRA) momentan in Erarbeitung.

Die Wachstumsvorgaben der finanziellen Bundesmittel für den Verkehr tragen mit nominal 1,6 Prozent (wovon 1.5% Teuerung und 0.1% Wachstum) der tatsächlichen Entwicklung in keiner Weise Rechnung. Die zeitliche Verschiebung dringend notwendiger Unterhaltsarbeiten und Ausbauvorhaben sind mit entsprechenden volkswirtschaftlichen Kosten (Staus und Verspätungen) sowie Umweltbelastungen verbunden. Gespart wird damit überhaupt nicht, werden dadurch die Unterhaltsarbeiten und Ausbauvorhaben doch wesentlich aufwändiger und damit teurer.



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